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Fachtage

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Fachtag Demenz – Save the Date

13. September 2019

Informationen folgen

3. Norddeutscher Fachtag Demenz in Schwerin

9. März 2018

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Gesundheitswirtschaft und dem Ehrenamt besuchten den 3. Norddeutschen Fachtag am 9. März in der Landeshauptstadt zum Thema Demenz. Unter der Leitung der drei norddeutschen Alzheimer-Gesellschaften Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein sowie Hamburg hörten die interessierten Besucher zahlreiche Fachvorträge von der Medizin über Teilhabe bis hin zur Digitalisierung. Pflegeroboter Max verzauberte mit seinen erstaunlichen Fähigkeiten.

„Es ist schön, ein Teil einer Antwort zu sein“, so formulierte es Moderator Lars Ruppel auf dem Fachtag Demenz. Die drei norddeutschen Landesverbände durften Hartmut Renken vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung sowie Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier begrüßen, der gleichzeitig Schirmherr der Veranstaltung war. „Im Jahr 2015 gab es über 79.000 Pflegebedürftige im Land Mecklenburg-Vorpommern.“, so Renken. Er erinnerte an die Wichtigkeit des Themas Demenz für die Menschen im Land und an das Recht auf soziale Teilhabe für Menschen mit Demenz. Badenschier bekräftigte, Mecklenburg-Vorpommern als selbsternanntes Gesundheitsland brauche genau solche gemeinsamen Initiativen und Vereine, wie sie auf dem Fachtag vertreten waren.

Das Publikum erfuhr von Jens Reinders, durch welche Verhaltensmuster sich die Frontotemporale Demenz bemerkbar macht. Prof. Dr. Jacqueline Höppner ging auf die medizinischen Hintergründe der Demenz ein und deren Ursachen z.B. organische affektive Störungen. Peter Wißmann plädierte dafür, Menschen mit Demenz auch bei den Themen Bildung und Arbeit nicht zu vergessen und auf Vereine zuzugehen, um mit ihnen aktive Teilhabe zu gestalten. Die Gäste lernten das Leuchtturmprojekt aus Arnsberg, „Lernwerkstadt Demenz“, kennen, welches Marita Gerwin von der Fachstelle Zukunft Alter näherbrachte.

Im Rahmen des Zukunftsthemas Digitalisierung konnten besonders Pflegeroboter Max und Informatiker Hannes Eilers die Besucher in ihren Bann ziehen. Max reagierte auf Stimmen und Bewegungen und wurde gezielt für Menschen mit Demenz entwickelt.

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Dialogforum Demenzberatung - Die Akteure im Land M-V

17. Mai 2017

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen alle wichtigen Informationen und Hilfen wohnortsnah und bedarfsgerecht. Dieses Fazit vereinte die Teilnehmer des Dialogforums Demenzberatung – Die Akteure im Land M-V, die sich am 17. Mai 2017 in Bad Doberan über den Bedarf und die Vielfalt der Beratungslandschaft in der Demenzhilfe austauschten.

Der Einladung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. folgten über 80 Profis aus den verschiedenen Bereichen der Medizin, Pflege und Betreuung, Vertreter der Krankenkassen, Angehörige von Betroffenen sowie ehrenamtlich engagierte Personen aus Selbsthilfegruppen und Helferkreisen. Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung des Sozialamtes des Landkreises Rostock und den Pflegestützpunkten im Land ausgerichtet. Das Thema Demenzhilfe findet landesweit immer mehr Beachtung. Sozialministerin Stefanie Drese bedankte sich in einem übersandten Grußwort für das Engagement aller Beteiligten. Ministerialrat Ferdinand Dorok betonte, dass Beratung, Betreuung und Versorgung für dementiell erkrankte Menschen und ihre Angehörigen eine Kernfrage des Landes darstellt. Mit dem durch Land und Pflegekassen geförderten Modellprojekt zum Aufbau eines Kompetenzzentrums Demenz für MV wird ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung und Optimierung der Versorgungslandschaft getan. Kathrin Ruhkieck, Vorsitzende des Landesverbandes freute sich über die breite Resonanz. „Hier werden die Weichen für den Aufbau eines gemeinsamen und abgestimmten Netzwerks der Akteure in Mecklenburg-Vorpommern gestellt.“

Mit der Veranstaltung stellt sich auch das seit dem 01. März 2017 agierende Kompetenzzentrum Demenz für MV vor. Die Projektmitarbeiterinnen Karolin Pieper und Marina Stark informierten über Ziele und Aufgaben der nächsten drei Jahre. Es werden bestehende Versorgungsstrukturen der Demenzhilfe erfasst und dabei insbesondere die Situation in den ländlichen Räumen beleuchtet. Eine landesweite Landkarte der Demenzhilfe im Internet wird die unterschiedlichen Angebote und Akteure widerspiegeln.

Thematisch wurde auf der Veranstaltung der Bogen von der demografischen Entwicklung bis zu konkreten Angeboten der Beratung geschlagen. Thomas Fritze vom Lehrstuhl für Empirische Sozialforschung und Demographie der Universität Rostock machte deutlich, dass der demografische Wandel nicht aufzuhalten ist, sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft den aktuellen Entwicklungen anpassen müsse. Mecklenburg-Vorpommern steht als Flächenland vor besonderen Herausforderungen. Verwandtschaftsnetze dünnen sich stetig aus, Leistungen außerhalb der Familie werden mehr und mehr gefragt. Ein Mangel an unterstützenden Pflegeleistungen ist absehbar, denn auch die Pfleger werden immer älter. Fritze machte auf die Notwendigkeit einer ausgeweiteten medizinischen Versorgung im ländlichen Raum aufmerksam, die auch spezielle Wohnformen und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz bereithält.

Dr. Ingo Kilimann aus dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen sprach über den Beratungsbedarf aus ärztlicher Sicht. So werden Demenzerkrankungen in nur 40% der Fälle vom Hausarzt diagnostiziert, was zu Vor- aber auch Nachteilen für Betroffene und ihre Angehörigen führt. Zum einen können über die Diagnose weitere Unterstützungsmöglichkeiten und eine verbesserte Versorgung mit Medikamenten angeboten werden, zum anderen wird aber auch das Stigmatisierungsrisiko sowie die Belastung der Angehörigen erhöht.

Aus der Praxis berichtete Johanna Myllymäki von der Institutsambulanz für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie des HELIOS Hanseklinikums Stralsund. Gerade im ländlichen Raum ist die Demenzberatung umfangreich. Besonders auffällig ist die größere Stigmatisierung der Erkrankung und die damit einhergehende geringere Bereitschaft Unterstützungsangebote anzunehmen. Eine landesweite Netzwerkarbeit ist unabdingbar, damit Betroffene und Familien einen Ansprechpartner im Quartier finden. Die anschließende Podiumsdiskussion wurde bereichert durch sehr persönliche Erfahrungen einer Angehörigen.

Im Ergebnis waren sich alle Beteiligten einig, dass vorhandene Hilfsangebote besser untereinander vernetzt sein müssen, um ein möglichst bedarfsgerechtes Leistungsspektrum anbieten zu können. Der Arzt als Vertrauensperson sollte der erste wichtige Ansprechpartner für Betroffene sein. Die landesweit gut aufgestellten Pflegestützpunkte sind mit ihrer neutralen und unabhängigen Pflege- und Sozialberatung wichtiger Anlaufpunkt. Handlungsbedarf gibt es in Regionen, in denen noch keine Hilfsangebote vor Ort angeboten werden. Gemeinsam müssen Hemmschwellen abgebaut, das Thema Demenz in die Öffentlichkeit gebracht werden. Für Betroffene ist eine wohnortnahe Vertrauensperson von großer Bedeutung. Es können der Pastor, der Hausarzt, ein Sozialpädagoge, ein Mitarbeiter im Pflegestützpunkt, ein ehrenamtlicher Helfer sein. Wichtig sind das Vertrauen und das vorhandene Grundverständnis über die Erkrankung. In offenen Themenrunden wurde sich anschließend nochmals über das Thema ausgetauscht.

Kathrin Ruhkieck freute sich nach dem intensiven Dialog über die offene und vertrauensvolle Atmosphäre. „Damit erkrankte Menschen so lange wie möglich in der Häuslichkeit bleiben können, braucht es Unterstützung, Begleitung und pflegerische Hilfeleistungen. Hierzu sind eine intensive Zusammenarbeit und Vernetzung aller Beteiligten erforderlich. Mit dem Dialogforum wird ein weiterer Schritt zur Vernetzung aller Akteure getan.“ so Ruhkieck.

Demenz braucht Kompetenz

15. November 2016

Der Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft begrüßte am 15. November 2016 Mitglieder des Verbandes, ehrenamtlich Engagierte und interessiertes Fachpublikum zur Auftaktveranstaltung „Demenz braucht Kompetenz“.
Im Festsaal des Rostocker Rathauses wurde auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerkpartnern zurückgeblickt, das Modellprojekt zum Aufbau niedrigschwelliger Betreuungsangebote in M-V vorgestellt, über Angehörigenschulungen, individuelle Beratungen, das Angebot Tanzcafé und von vielem mehr berichtet.
Hartmut Renken aus dem Ministerium für Soziales, Daniel Jarohs aus dem Bereich für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport der Hansestadt bereicherten die Veranstaltung mit neuen Informationen aus Gesellschaft und Kommune.
Selbst Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig war es wichtig, ein schriftliches Grußwort zu senden.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein neuer Vorstand gewählt und Ziele des Vereins für die nächsten Jahre, wie z.B. der Aufbau eines Kompetenzzentrums Demenz von der neuen Vorsitzenden Kathrin Ruhkieck vorgestellt.
Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in M-V.

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