Die Diagnose Demenz „verrückt“ das bis dahin gelebte Leben einschneidend, denn Demenz betrifft nicht nur die erkrankte Person, sondern auch das Umfeld – Angehörige, Freunde, Nachbarn und ehrenamtlich Helfende.
Es entsteht ein starkes Bedürfnis nach Information und Entlastung, denn auf die Probleme und Veränderungen, die die Erkrankung mit sich bringen, sind die Familien nicht vorbereitet.
Vorträge zum Basiswissen Demenz
In unseren Vorträgen erfahren Sie Wissenswertes über Ursachen, Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten von Demenzerkrankungen sowie über aktuelle Unterstützungs- und Entlastungsangebote. Ziel ist es, Verständnis zu fördern, Vorurteile abzubauen und Wege zu einem wertschätzenden Umgang mit Menschen mit Demenz aufzuzeigen.
Der kostenfreie Vortrag „Basiswissen Demenz“ dient der Aufklärung, Sensibilisierung und Professionalisierung von pflegenden An- und Zugehörigen und sonstigen Personen, die an einer ehrenamtlichen Pflegetätigkeit interessiert sind.
Nutzen Sie das Angebot unserer Vorträge, um nicht nur wertvolle Informationen zu erhalten, sondern auch von den Erfahrungen, Fragen und Anregung anderer Interessierter zu profitieren.
Angehörigenschulung (nach §45 SGB XI)
Die kostenfreie Angehörigenschulung „Leben mit Demenz“ ist für pflegende und betreuende An- und Zugehörige konzipiert und zur Unterstützung besonders wertvoll. Unsere Dozentinnen und Dozenten vermitteln wichtige Kenntnisse zu täglichen Fragestellungen des Lebens mit Demenz. Dieses Mehr an Wissen entlastet viele Pflegende sehr. In einem kleineren Rahmen mit circa 10 Teilnehmenden ist zudem ein Austausch von Erfahrungen untereinander möglich und ausdrücklich erwünscht.
Unsere Dozentinnen und Dozenten verfügen über eine pflegerische, sozialpädagogische bzw. therapeutische Qualifikation mit Berufserfahrung und sind zumeist durch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft LV M-V e.V. zertifizierte GeriCoaches.
Die Angehörigenschulung wird von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband M-V e.V., dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. Standort Rostock/Greifswald organisiert und auf der Grundlage des § 45 SGB XI und der Rahmenvereinbarungen von der Kaufmännischen Krankenkasse bzw. der BARMER Ersatzkasse finanziert.
Die Angehörigenschulung umfasst folgende acht Module mit jeweils zwei Stunden:
Allgemeine Einführung
Krankheitsbild Teil 1
Krankheitsbild Teil 2
Kommunikation und Umgang
Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung
Wohnraumanpassung
Rechtliche Fragestellungen
Rückblick und Ausblick
Individuelle häusliche Schulung (nach §45 SGB XI)
Sie benötigen dringend und schnell Unterstützung für die hochbelastete Situation in Ihrem Pflegealltag?
Mit der sogenannten individuellen häuslichen Schulung steht Ihre individuelle Situation im Vordergrund: Eine erfahrene und geschulte Fachperson kommt zeitnah zu Ihnen nach Hause, damit sie gemeinsam eine Lösung für Ihr akutes Problem finden.
Die Dauer der Schulung richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf und ist davon anhängig, über welche Krankenkasse diese abgerechnet werden kann. Das Angebot ist kostenfrei.
Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen eine wertvolle Unterstützung im Alltag. Sie bieten einen geschützten Raum, in dem Erfahrungen geteilt, Sorgen ausgesprochen und gegenseitiges Verständnis erlebt werden kann. Der Austausch mit anderen Betroffenen hilft, sich weniger allein zu fühlen, neue Perspektiven zu gewinnen und praktische Tipps für den Umgang mit der Erkrankung zu erhalten. Gleichzeitig stärken Selbsthilfegruppen das Gefühl von Gemeinschaft und geben Halt in einer oft herausfordernden Lebenssituation.
Die Termine unserer Selbsthilfegruppen finden Sie in unserem Kalender oder im Demenzkompass, unserer digitalen Datenbank für Unterstützungsangebote in Ihrer Nähe.
Sie möchten selbst eine Selbsthilfegruppe leiten?
Wir bieten eine Schulung dafür an. Interessierte sollten empathisch, konfliktfähig, kreativ und belastbar sein und Organisationstalent sowie Kommunikationsvermögen mitbringen. In 6-8 Einheiten lernen Sie näheres zur Organisation, Didaktik und Führungskompetenz. Eine Förderung über das Landesamt für Gesundheit und Soziales oder die Krankenkassen ist möglich.
Unterstützt durch:




Ansprechpartnerin
Jacqueline Heider
Tel.: 0381-208 754 05
Michèle Sawade
Tel. 0381 – 208 754 02
