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Projekte des Landesverbandes

An dieser Stelle informieren wir Sie gerne über unsere laufenden Projekte.

Was sind Modellprojekte?

Modellprojekte sind Maßnahmen (Pilotprojekte), um neue Konzepte zu testen. Wenn sie sich bewähren, können sie später auf viele andere Maßnahmen übertragen werden.

Der Landesverband der Deutschen Alzheimer Gesellschaft M-V erhält für folgende Modellprojekte Fördermittel, die jeweils hälftig vom Land sowie von den Pflege- und Krankenkassen getragen werden.

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Modellprojekt KATE

Koordinierungsstelle der Deutschen Alzheimer Gesellschaft Landesverband M-V, Selbsthilfe Demenz zur Verbesserung von Teilhabe- und Versorgungsstrukturen für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen durch das Erfolgsmodell Dreiklang (KATE)

Die Diagnose Demenz stellt Familien und das soziale Umfeld im Alltag vor besondere Herausforderungen. Menschen mit Demenz möchten ihr gewohntes Umfeld behalten und in den Alltag eingebunden werden. Insbesondere die Teilhabe am Leben für Menschen mit Demenz sollte selbstverständlich sein.

Das neue Modellprojekt „Koordinierungsstelle für die Verbesserung der Teilhabe- und Versorgungsstrukturen in M-V“, welches vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung und den Pflegekassen gefördert wird, setzt genau hier an. Die Koordinierungsstelle widmet sich zusammen mit den regionalen Akteuren intensiv der Entwicklung niedrigschwelliger Versorgungsnetze aus dem Dreiklang Angehörigenschulungen, Selbsthilfegruppen und Helferkreise (AGS-SHG-HK), sodass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die Hilfs- und Unterstützungsangebote wohnortsnah erhalten. Sie entwickelt eigens darauf ausgerichtete qualitätsgesicherte Schulungsinhalte und baut einen landesweiten Demenztrainerpool auf. Die zentrale Koordinierungsstelle gibt das nötige „Rüstzeug“ für den Aufbau der Versorgungsnetze und eine spezifische Schulung zum Demenztrainer. Die Demenztrainer werden somit befähigt, regional Versorgungsnetze aufzubauen.

Modellprojekt Kompetenzzentrum Demenz

In Mecklenburg-Vorpommern sind die bestehenden ambulanten und stationären Angebotsstrukturen für Diagnostik, Behandlung, Pflege, niedrigschwellige Betreuung und Entlastung sowie Selbsthilfestrukturen regional sehr unterschiedlich ausgeprägt, vielerorts kann der Bedarf weder quantitativ noch qualitativ gedeckt werden.

Das Kompetenzzentrum Demenz für M-V soll in den nächsten Jahren die Versorgungsstrukturen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Menschen mit Demenz feststellen, analysieren und qualitätsgesichert erhalten. Quantitative und qualitative Lücken in der Versorgung sollen erkannt und in Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort geschlossen werden. Insbesondere wird dabei die Situation in den ländlichen und den bisher strukturell benachteiligten Räumen im Fokus stehen. Dieses soll durch die Bündelung aller übergreifenden Aufgaben geschehen. Die bestehenden regionalen Hilfsangebote sollen fachlich durch Information, Beratung und Qualifizierung unterstützt werden. Wichtige Ansprechpartner dabei sind die Pflegesozialplaner und Pflegestützpunkte in den Regionen. Das Kompetenzzentrum Demenz wird die Vernetzung der in Mecklenburg-Vorpommern beteiligten Akteure weiter voranbringen und ausbauen.

Neben den ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen sowie deren Trägerverbände sollen niedergelassene Ärzte, Betreuer, Sozialarbeiter sowie ehrenamtliche Helfer eingebunden werden. Aber auch Institutionen wie Krankenhäuser, Polizei und Feuerwehr sollen Teil des Netzwerkes werden. Erfahrungs-, Wissens- und Informationsaustausch sowie die Vernetzung und Koordination von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Strukturen bei der Versorgung dementiell erkrankter Menschen stellen landesweit einen wesentlichen Schwerpunkt dar und sind wichtige Bausteine für eine gut funktionierende Versorgungslandschaft mit dem Schwerpunkt Demenz.

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Tanzcafé

Bereits seit 2015 findet einmal monatlich ein Tanzcafé für Menschen mit Demenz und deren Angehörige im Mehrgenerationen Lütten Klein statt. In lockerer Atmosphäre selbstgebackenen Kuchen und Kaffee genießen. Vertrauten Klängen und bekannten Melodien lauschen, mitsummen, mitsingen und natürlich der gemeinsame Spaß am Tanz steht an diesen Nachmittagen im Vordergrund. Es werden Erinnerungen geweckt, Geschichten erzählt und die Grenze zwischen Erkrankten und Begleitern verschwimmt. Lassen Sie sich von unserer geselliger Runde anstecken und tanzen Sie mit!

Die Veranstaltung findet immer am ersten Samstag im Monat, jeweils von 14:30-17:00 Uhr statt. Der Eintritt inklusive Kaffee & Kuchen beträgt 5,-€ pro Person. Für Warnowpass-Inhaber gilt ein ermäßigter Eintritt von 3,-€ pro Person.

Aktuelle Termine für das Jahr 2018:

6. Oktober 2018
3. November 2018
8. Dezember 2018

Der Landesverband M-V e.V. der Deutschen Alzheimer Gesellschaft macht es möglich!
Wir danken der BARMER und dem Verein IN VIA Rostock e.V. für die Unterstützung.

Licht und Natur

Die schwindenden Pflegepersonalressourcen und das sinkende Pflegepotenzial durch Angehörige bedingen kreative Lösungen, um eine fähigkeitserhaltende Versorgung von Menschen mit Demenz sicherzustellen.

Hier soll das Licht-Naturerfahrungsprojekt für demenzkranke Patienten von Altenpflegeeinrichtungen ansetzen. Durch den Einsatz des Standes mit einem Kurzdistanzprojektor und einer speziellen Tageslichtleinwand sollen verschiedene Naturszenen für die Aktivierungsarbeit der Menschen mit Demenz lebensecht in das  Patientenzimmer gebracht werden. In Kombination mit farblich anpassbaren Ambientetageslichtlampen kann das Meeresrauschen mit Möwenkrächzen, das Bachplätschern mit Vogelstimmen in einer Waldszenerie oder ein Bauernhof mit Tiergeräuschen fast lebensecht visuell dargestellt werden.

Zwei Lautsprecher werden zusammen mit den beschriebenen elektronischen Geräten auf einem fahrbaren Stand fest installiert, sodass dieser ohne komplizierte Einrichtung von Patientenzimmer zu Patientenzimmer gerollt werden kann und ein multimediales Erlebnis ermöglicht.

Erkenntnisse aus der Chronobiologie und Wissen über die Wirkung von Licht auf den Organismus kommen in diesem Projekt zur Anwendung. Durch das spezielle Blauspektrum der Ambientelampen kann am Tag mehr Licht für demenziell erkrankte Personen zur Verfügung gestellt werden, um somit Aktivität am Tag und Inaktivität in der Nacht zu fördern.

Dadurch soll die zeitliche Orientierung von Menschen mit Demenz gestärkt werden, um eine medikamentöse Sedierung zu vermeiden.

Des Weiteren sollen die Tast- und Geruchssinne der Patienten gefördert werden. Dies geschieht mit der Hilfe von Aktivierungsschubladen, welche in Workshops mit Auszubildenden der Beruflichen Schule des Dietrich Bonhoeffer Klinikums, durch beispielsweise Moos, Muscheln oder Heu bestückt werden. Diese Materialien finden in Schubladen im Inneren des transportablen Standes Platz.

L&N
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